Projektfortschritte


Aufbau des Proof-of-concepts in Großschönau

In der Gemeinde Großschönau wurde ein öffentliches Verwaltungsgebäude für den Proof-of-concept ausgewählt. Alle vier Komponenten (Wärmepumpe, Boiler, Batterie und E-Auto-Ladesäule) wurden bereits aufgebaut. Das Energiemanagementsystem wurde installiert und die Komponenten können in einem ersten Testbetrieb gesteuert werden. 

Kläranlage in Großschönau

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Abschluss der Simulationen

Die Simulationen über die Optimierung der Marktteilnahme konnte abgeschlossen werden. Für die Komponenten-Pools und das Energiemanagementsystem wurden Algorithmen für die Optimierung entwickelt, welche im nächsten Schritt in den Demos getestet werden. Es wurden verschiedene Use-Cases simuliert und die Flexibilitätspotentiale und monetären Einsparungsmöglichkeiten ermittelt. Bei der Kombination aus Day-Ahead Markt und Sekundärregelenergie konnten dabei die größten Einsparungen erzielt werden (10-30% der laufenden Kosten, je nach Komponente). 

Simulationen über die Optimierung der Marktteilnahme

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Design der User Interfaces

Für jede der untersuchten Komponenten wurde der Prototyp eines User Interfaces gemeinsam mit den Komponentenherstellern entwickelt und getestet. Der Prozess wurde durch Experten-Walkthroughs und Nutzertests begleitend evaluiert. In der abschließenden Testrunde wurde mittels eines international anerkannten Standard-Usability Fragebogens die Zufriedenheit aussagekräftig dokumentiert.

Die Abbildung rechts zeigt beispielhafte Ausschnitte aus dem User Interface für die Boiler. 

User Interface für Boiler

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Analyse der Prosumer-Eigeninteressen

Die Eigeninteressen der Prosumer sowie die Rahmenbedingungen, unter welchen diese bei der Flexibilitätsdienstleistung mitwirken würden, wurden ermittelt. Dazu wurden eine Literaturanalyse, Workshop-Diskussionen mit KomponentenbesitzerInnen sowie eine Online-Umfrage durchgeführt. In der rechten Abbildung sind theoretisch abgeleitete Flex+ KundInnentypen und deren Charakteristika dargestellt."

Flex+ KundInnentypen

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Detaillierte Analyse verschiedener Preismodelle für EndkundInnen

Um für die EndkundInnen einen monetären Anreiz zur Flexibilitätsbereitstellung durch unterschiedliche Preismodelle zu schaffen, wurden verschiedene Anreizsysteme im Detail beschrieben und deren Auswirkungen analysiert. Unter anderem wurde dabei die Tarifreduktion sowie das transparente Angebot von Regelenergie, jeweils in Kombination mit dynamischen Preismodellen sowie Flatrates, betrachtet. Ein Beispiel für die graphische Analyse ist in der rechten Abbildung dargestellt. 

Dynamisches Preismodell für EndkundInnen

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Definition von Schnittstellen zwischen den verschiedenen Stakeholdern 

Beim gewählten Top-Down-Ansatz schicken die Energielieferanten und Regelenergieanbieter Preisprognosen an die Flex+ Plattform und weiter an die Komponenten Pools. Basierend darauf werden in den Pools optimierte Fahrpläne für die einzelnen Komponenten erstellt und zurückgeschickt. Dieser Austausch ist beispielhaft für einen der Use Cases im Ablaufdiagramm unten dargestellt. Die definierten Schnittstellen dienen als Basis für die detaillierte IKT-Architektur in AP4. 

Schnittstellen zwischen Stakeholdern

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Definition und qualitative Bewertung der Geschäfts-modelle, Rollen und Use Cases 

In den verschiedenen Use-Cases wird der Handel an unterschiedlichen Elektrizitätsmärkten untersucht, welche sich gegenseitig ergänzen:

1.       Day-Ahead-Markt

2.       Sekundärregelenergiemarkt + Day-Ahead-Markt + Intraday-Markt

3.       Primärregelmarkt + Day-Ahead-Markt + Intraday-Markt

4.       Tertiärregelenergiemarkt + Day-Ahead-Markt + Intraday-Markt

5.       Day-Ahead-Markt + stündliche Intraday-Optimierung

6.       CO²-Reduktion

Außerdem wurden die verschiedenen Rollen im Projekt definiert und Geschäftsmodelle entwickelt und bewertet.


Flex+ Architektur